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Pantanal
Charakteristik

Pantanal - ein Paradies in Gefahr

Die Ausstellungskonzeption

Zielgruppe:

Bildung im Rahmen der Globalisierung meint auch die Verantwortung zum Schutz der Arten und Lebensräume weltweit zu betrachten. Daher ist es für Kinder und Jugendliche nicht nur essentiell, ihren Wissenshorizont allgemein zu erweitern und ihnen eine global- und praxisorientierte Bildung zu ermöglichen, sondern insbesondere auch die Bewusstwerdung zu schulen, inwiefern unsere Handlungen hier in Deutschland, Auswirkungen weltweit nach sich ziehen, welche Aktion zu welcher Reaktion führt und inwiefern jeder Einzelne in diesen Wirkungskreis eingreifen kann.

Inhalte:

Die Schönheit und Diversität des Pantanal - des größten Süßwasserbinnenfeuchtgebietes der Erde und seine Bedrohung werden anhand von großformatigen Bildern und Texttafeln dargestellt.

Die Bedrohungen des Pantanal sind exemplarisch für viele weitere Lebensräume in den Tropen: Zerstörung natürlicher Vegetation durch Brandrodung und Abholzung für den Ausbau landwirt-schaftlicher Produktion wie Soja, Zuckerrohr, Ethanol, Viehwirtschaft. Verlust der Tiervielfalt durch Wilderer wie im Falle des seltenen Hyazintharas. Beeinträchtigung der aquatischen Lebensräume durch zunehmende Sedimentation und Veränderungen der Hydrologie z.B. aufgrund von Dammbauten, Bergbau, Abholzung und Plantagenpflanzungen. Verschmutzung der lebensnot-wendigen Gewässer durch Pestizide aus Landwirtschaft und durch Quecksilber (aus Goldminen). Ungeklärte Abwasser und Müllablagerung aus den umliegenden Städten.

Daher hat die internationale Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) das südamerikanische Pantanal-Feuchtgebiet zum "Bedrohten See des Jahres 2007" gekürt.

Fakten und Zahlen:

Größe der Ausstellung: 40 - 100 Quadratmeter
Aufbau: 36 gerahmte Drucke (50 x 70 cm),
verschieden zu hängen und zu stellen, je nach Wand- und Raumfläche,
sowie 8 Textelemente als roll-ups.

Projektdurchführung:

Die Koordination des Projektes erfolgt durch die Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF). Der GNF arbeitet hierbei eng mit der brasilianischen Naturschutzorganisation ECOTROPICA zusammen, die Ausstellung wird in Deutschland durch Angelika Hofer und Günter Ziesler konzipiert.

Global Nature Fund

Der Global Nature Fund (GNF) ist eine internationale Stiftung für Umwelt und Natur. Die Stiftung ist staatlich unabhängig und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Gegründet wurde der GNF im Frühjahr 1998 mit dem Zweck der Förderung des Natur- und Umweltschutzes sowie des Tierschutzes. Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch: Initiierung und Durchführung von Natur- und Umweltschutzprojekten zur Erhaltung der Tierwelt und durch den Schutz wandernder Tierarten, ihrer Lebensräume und Wanderrouten; Entwicklung von Modellprojekten zur Förderung nachhaltigen Wirtschaftens; Publikationen und Veranstaltungen zu Themen des Natur- und Umweltschutzes; Förderung von internationalen Konventionen zum Tier- und Artenschutz.

Eine erfolgreiche Initiative ist das vom GNF im Jahr 1998 gegründete internationale Seennetzwerk Living Lakes, das sich für den weltweiten Schutz von Seen und Feuchtgebieten einsetzt. Im Rahmen dieses Netzwerkes unterstützt der GNF Natur- und Artenschutz gemeinsam mit lokalen Partnern im Pantanal-Projektgebiet seit dem Jahr 2000.

Einzigartig bei diesem Projekt ist darüber hinaus, dass an einem konkreten Beispiel, dem Pantanal, die komplexe Bandbreite von Schutz und Nutzung eines Lebensrraumes gezeigt wird. Der Kontakt und die Bereitstellung aktueller Informationen von Umweltschützern, die im Pantanalgebiet in Brasilien leben und arbeiten, verleihen dem Projekt eine ausgesprochene Glaubwürdigkeit und Praxisnähe.

Das Buch zur Ausstellung: Pantanal - Das Herz Südamerikas